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Was ist Karate?


Geschichte

Das Karate so wie wir es heute trainieren hat seinen Ursprung in Japan.
Es wurde durch Meister wie Nakayama, Kanasawa und andere nach dem zweiten Weltkrieg in Europa gelehrt. Die eigentlichen Wurzeln des Karate liegen jedoch in Okinawa und in China. 

        

Anfang des 17. Jahrhunderts überfielen japanische Samurais die kleine Insel Okinawa. Die Bevölkerung, die meist aus Bauern und einfachen Handwerkern bestand, wurde daraufhin mit Abgaben belegt und unterlag schweren Diskriminierungen. Als Reaktion darauf töteten die Bauern Okinawas Steuereintreiber und plünderten kleine Transporte. Daraufhin erließen die Japaner ein Verbot Waffen zu tragen. Bauern, Städter und sogar Mönche, bei denen eine scharfe Waffe gefunden wurde, wurden hingerichtet.                                               

In manchen Dörfern gab es nur ein einziges Messer, welches zum schlachten von Tieren benutzt wurde und nur gegen Unterschrift von einem Beamten herauszubekommen war. In den Häfen erfolgte eine außerordentlich strenge Kontrolle aller eingeführten Güter um das Einschmuggeln von scharfen Waffen zu verhindern.                                                                      

Die Bevölkerung war nunmehr der Willkür einzelner Gewalttäter ausgesetzt. Um sich zu wehren organisierte sie sich im Gegenzug zu Geheimsekten und Selbstschutzeinrichtungen. Durch diesen Umstand wurde das schon vorhandene Kampfsystem, das Okinawa-Te, weiter perfektioniert. Zu dieser Zeit wurde nur im Geheimen trainiert und alle Schüler mußten einen Blutschwur ablegen. Die Bewohner Okinawas hatten in den Samurai erfahrene Krieger als Gegner, die sich mit ihrem Gewerbe bestens auskannten. Die Chance einen Kampf, ohne Schwert, siegreich zu beenden war äußerst gering. In dieser Zeit tauchte die Losung auf: "Durch einen Schlag den Tod" - eine zweite Chance gab es nicht.

Später wurde das Okinawa-Te durch Gichin Funakoshi nach Japan gebracht und wurde dort zum Kara-Te umbenannt. Noch vor dem zweiten Weltkrieg gab es Dojos in welchen während dem Training zum Teil auf Leben und Tot - mit einem Schlag - trainiert wurde. Auch wenn wir uns heute "zivilisierter" verhalten, so versuchen wir dennoch so zu trainieren als gäbe es nur eine einzige Chance - die mit einem Schlag genutzt werden muß!

 

Kata

Doch hat das Karate noch wesentlich mehr zu bieten. So sind z.B. die meisten Dehn- und Entspannungsübungen im Karate aus dem Yoga übernommen. Wer schon einmal einen Yoga-Kurs belegt hat, wird dieses bald feststellen. Des weiteren wird durch das Trainieren von Katas (vorgegebenes Kampfmuster gegen mehrere imaginäre Gegner) die Konzentrationsfähigkeit außerordentlich geschult. Zusätzlich werden die Meridiane, welche nach der chinesischen Medizin unseren Körper durchziehen, stimuliert und Energieblockaden aufgelöst. Somit trägt das regelmäßige Training der Katas wesentlich zum Erhalt unserer Gesundheit bei.

Kihon-Grundschule

Das Training des Kihon (Grundschultraining - immer wieder gleiche Block- und Schlagtechniken) kräftigt unsere Muskeln und Sehnen, es fördert die Koordination und Ausdauer. Das Kihon - Training ist in der Regel sehr anstrengend, da die einzelnen Techniken sehr oft wiederholt werden, dies ist auch der Grund warum die Willenskraft bei dieser Art des Trainings besonders gestärkt wird. Ziel ist es dabei die Karatetechniken so exakt wie möglich auszuführen bzw. ansatzlos, blitzschnell äußerst präzise zu zuschlagen.

 

Kumite-Kampf

Schließlich gibt es noch das Kumite (Kampf-Training). Hierbei werden, neben den Karatetechniken, vor allem Reaktionsvermögen und Entschlossenheit geschult. Da wir mit unserem Partner mehr als einmal trainieren wollen, werden die Kartetechniken kurz vor dem Ziel kontrolliert (ohne bzw. nur mit geringem Kontakt). Um dennoch ein Gefühl für die Schlagkraft zu erhalten, werden die Techniken regelmäßig auf "Schlagpratzen" auf ihre Wirksamkeit hin überprüft.

 Seele und Geist

"Wenn man gut behütet ist, entwickelt sich kein  starkes Herz! Wenn man ein starkes Herz hat wird alles gut!" jap. Sprichwort

Hierin liegt das eigentliche Ziel des Karate, ein starkes Herz zu entwickeln und sich nicht durch die Mühen eines schweißtreibenden Trainings zu scheuen, sich selbst zu überwinden - wieder und immer wieder!

Für mich persönlich ist neben dem eigentlichen Karate die Freundschaft das Wichtigste.

Michael  Eckert                                  

     

 

 

 

 


 

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